Klimaschutz

Der Schutz des Klimas ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Denn der Ausstoß von CO2 bei der Stromerzeugung, bei der Heizung von Gebäuden, im Verkehr und von der Industrie trägt entscheidend zur Erderwärmung bei. Mit dem Pariser Klimaabkommen wurde eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad vereinbart. Deutschland setzt vor allem auf den zunehmenden Einsatz von erneuerbaren Energien und eine Steigerung der Energieeffizienz. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung: Treibhausgasneutralität bis 2045.

Als konkrete Etappen stehen die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 65 Prozent bis 2030 und um 88 Prozent bis 2040 gegenüber 1990 an. Dadurch werden die Klimaschutzmaßnahmen gerechter zwischen den jetzigen und den künftigen Generationen verteilt.

Kommunaler Klimaschutz in Eching Klimabeirat Förderprogramme

Kommunaler Klimaschutz in Eching

Um den Klima- und Umweltschutz in der Gemeinde Eching auf allen Ebenen weiter voranzubringen und als gutes Beispiel voranzugehen, hat der Gemeinderat die Schaffung einer Klimaschutzmanagementstelle beschlossen, die zum 01.05.2021 besetzt und über die Kommunalrichtlinie des BMWK gefördert wurde. Im Zeitraum von Mai 2021 bis Oktober 2022 wurde durch das Klimaschutzmanagement ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt und Ende Oktober 2022 im Gemeinderat verabschiedet.

Von Mai 2023 bis April 2026 wurde aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), seit 2026 des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Vorhaben: "KSI: Begleitende Umsetzung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde Eching" gefördert, um die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umzusetzen. Die Personalstelle des Klimaschutzmanagements wird ab 01.05.2026 in der Gemeinde Eching verstetigt.

Schritte im Klimaschutz

Klimaschutzkonzept

Ein integriertes Klimaschutzkonzept umfasst möglichst alle klimarelevanten Bereiche und weist unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten für die Gemeinde aus. Ziel des Konzeptes ist es, die Expertise der Akteure vor Ort zu nutzen und zusammenzuführen.

Dabei nimmt die Gemeinde eine Vorbildfunktion ein und leistet Klimaschutz beim eigenen Verbrauch, als Planerin und Versorgerin sowie mit Beratung und Förderung. So kann Klimaschutz als Querschnittsaufgabe in der Gemeinde nachhaltig verankert werden.

Nach einer Ist-Analyse sowie einer Energie- und Treibhausgas (THG)-Bilanzierung wurden Potenziale identifiziert und Szenarien entwickelt, die als Basis für die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs mit Hilfe der Beteiligung verschiedener kommunaler Akteure dienten. Anschließend wurde eine Verstetigungsstrategie festgelegt und ein Controlling-Konzept sowie eine Kommunikationsstrategie entworfen.

Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Eching

Klimaschutzmanagement

Die Gemeinde Eching hat mit ihrem Klimaschutzkonzept einen Meilenstein hin zu einer klimafreundlichen Zukunft erreicht. Der Prozess wurde unter Leitung der Klimaschutzmanagerin umgesetzt. Begleitend wurde der Klimabeirat aus engagierten Akteuren der Zivilgesellschaft gegründet, ebenso wie das Klima-Team als interdisziplinäres verwaltungsinternes Umsetzungsgremium.

Durch das Klimaschutzmanagement konnten bereits gute Erfolge in der zügigen Umsetzung kleinerer Klimaschutzprojekte erwirkt werden, wie etwa Nachhaltigkeitsvorgaben für die Bauleitplanung, eine wachsende E-Auto Flotte als Dienstwagen, die Veranstaltung des Echinger Klimafrühlings, die Einführung eines Dienstradleasings, sowie Potenzialanalysen zu Erneuerbaren Energien. Die bisherigen Aktivitäten profitieren vom Rückhalt des Bürgermeisters und des Gemeinderats.

Um die weitere Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und -projekten zu unterstützen und zu koordinieren, wurde über die Nationale Klimaschutzinitiative und die Kommunalrichtlinie des BMWK eine Anschlussförderung des Klimaschutzmanagements bewilligt. In den kommenden drei Jahren sollen viele Projekte des Maßnahmenkatalogs angestoßen und umgesetzt werden, um die Klimaschutzziele der Gemeinde Eching und der Bundesregierung zu erreichen.

Förderkennzeichen: 67K15053-1; Bewilligungszeitraum: 01.05.2023 - 30.04.2026

Bayerisches Klimaschutzgesetz

Mit dem bayerischen Klimaschutzgesetz will der Staat als Vorbild bis 2030 eine klimaneutrale Verwaltung erreichen und spätestens ab dem Jahr 2030 die verbleibenden Treibhausgasemissionen mit geeigneten Maßnahmen zugunsten des Klimaschutzes ausgleichen (Kompensationsmaßnahmen). Den kommunalen Gebietskörperschaften wird empfohlen, dementsprechend zu verfahren.

Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)

Um den Klimaschutz auf allen Ebenen zu stärken, wurde im Jahr 2008 die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums initiiert, die mit der Kommunalrichtlinie Städte, Gemeinden und Landkreise unterstützt, einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Mit dem Beschluss des Landkreises Freising, bis 2035 den gesamten Landkreis mit erneuerbaren Energien zu versorgen, wurden bereits konkrete Ziele für den Klimaschutz auf regionaler Ebene gesetzt. Seit 2016 gehört auch die Gemeinde Eching dem Klimaschutzbündnis des Landkreises an und arbeitet mit 16 weiteren Gemeinden an der kontinuierlichen Umsetzung der Energiewende. Für Eching wurde dazu bereits ein Energienutzungsplan für das gesamte Gemeindegebiet erstellt um eine verbrauchsarme und gleichzeitig mit erneuerbarer Energie getragene Stromversorgung zu gewährleisten.

Klimabeirat

Der Klimabeirat der Gemeinde Eching berät den Gemeinderat und die Verwaltung bei der Erarbeitung und Umetzung von Klimaschutzzielen und -maßnahmen. Er fördert das allgemeine Verständnis und Bewusstsein für den Umwelt- und Klimaschutz und unterstützt die Kommunikation zwischen Öffentlichkeit, Verwaltung, Politik und Wissenschaft.

Die Mitglieder des Klimabeirats sind die Sprecher*innen der jeweiligen Arbeitsgruppen, die die AG-Treffen organisieren und Informationen aus den Klimabeirat-Sitzungen an ihre AG-Mitglieder weitergeben.

Die Arbeitsgruppen des Klimabeirats treffen sich selbstorganisiert und tragen ihre Ergebnisse und Vorschläge über die Sprecher*innen in den Klimabeirat.

Der Beirat tagt regelmäßig nach Bedarf, aber wenigstens halbjährlich. Die konstituierende Sitzung des Klimabeirats fand am 09.12.2021 statt.

Der Klimabeirat setzt sich aus den Sprecherinnen und Sprechern der Arbeitsgruppen unterschiedlicher Themenbereiche zusammen:

  • Energie
  • Mobilität
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Bauleitplanung & Klimafolgenanpassung
  • Umweltbildung
  • Wirtschaft
  • Fairtrade

Den Vorsitz des Klimabeirats übernimmt die Gemeindeverwaltung:

  1. Vorsitzende: Lena Herrmann (Klimaschutzmanagement)
  2. Vorsitzende: Martina Britz (Leitung Umweltamt)
Alles auf einen Blick

Geschäftsordnung

Die Geschäftsordnung des Klimabeirats ist mit Beschluss des Gemeinderats (25.01.2022) am 01.02.2022 in Kraft getreten.

Sitzungstermine

Die Sitzungen des Klimabeirats finden jeweils am ersten Montag des Monats von 19:00 - 21:00 Uhr im ASZ-Stüberl, Bahnhofstraße 4, 85386 Eching, statt.

Die Sitzungen des Klimabeirats sind grundsätzlich öffentlich.

Förderprogramme

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen für den Neubau, die Modernisierung von Wohnhäusern und Nichtwohngebäuden oder für Neuanschaffungen, wie den Kauf eines Elektroautos oder -fahrrads.

Allerdings ist die Förderlandschaft oft wie ein undurchsichtiger Förderdschungel, in dem man leicht den Durchblick verliert.

Hier erhalten Sie weitere Informationen und einen Überblick über aktuelle Förderprogramme und kostenlose Datenbanken, um die passende Förderung für Ihre Maßnahme zu finden.

Ein Anspruch auf Vollständigkeit der Förderprogramme kann nicht gewährt werden.

Abgeschlossene Förderungen der Gemeinde Eching

Balkonsolaranlagen 2025

Um neben der ökologischen auch die soziale Nachhaltigkeit zu fördern, legt die Gemeinde Eching ab dem 01.01.2025 ein Förderprogramm für Balkonsolaranlagen auf. Dadurch sollen auch Mieterinnen und Mieter von Wohnungen unterstützt werden, die keine Möglichkeit für eine PV-Dachanlage haben und damit auch zur dezentralen, erneuerbaren Energieproduktion beitragen können. Durch die Förderung von Balkonsolaranlagen wird zudem ein einfacher Einstieg in das Thema PV-Anlage, ihre Funktion und ihren Nutzen geschaffen.
Anträge können ab dem 01.01.2025 gestellt werden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Zuschusshöhe: 50 % des Kaufpreises, max. 300 € pro Anlage.
  • Die Förderung muss schriftlich bis spätestens 31.10.2025 beantragt werden. Der Verwendungsnachweis muss spätestens am 30.11.2025 bei der Gemeinde Eching eingereicht werden.
  • Um insbesondere Mieterinnen und Mieter zu unterstützen, gilt für 2025 folgende neue Regelung:
  • Bis 30.06.2025 hatten nur Mieterinnen und Mieter die Möglichkeit einen Zuschuss zu ihrer Balkonsolaranlage zu erhalten. Diese konnten seit 01.01.2025 Anträge stellen.
  • Da das Budget bis zum 30.06.2025 noch nicht ausgeschöpft war, können auch Eigentümerinnen und Eigentümer einen Förderantrag stellen.
  • Für Mieter: Vor dem 01.01.2025 in Betrieb genommene Anlagen können nicht gefördert werden, es gilt das Kaufdatum der Anlage.
  • Für Eigentümer: Vor dem 01.07.2025 in Betrieb genommene Anlagen können nicht gefördert werden, es gilt das Kaufdatum der Anlage.

In der  Förderrichtlinie finden Sie alle nötigen Informationen für Ihren Förderantrag.

Balkonsolaranlagen 2024

Um neben der ökologischen auch die soziale Nachhaltigkeit zu fördern, legt die Gemeinde Eching ab dem 01.01.2024 ein Förderprogramm für Balkonsolaranlagen auf. Dadurch sollen auch Mieterinnen und Mieter von Wohnungen unterstützt werden, die keine Möglichkeit für eine PV-Dachanlage haben und damit auch zur dezentralen, erneuerbaren Energieproduktion beitragen können. Durch die Förderung von Balkonsolaranlagen wird zudem ein einfacher Einstieg in das Thema PV-Anlage, ihre Funktion und ihren Nutzen geschaffen.
Anträge können ab dem 01.01.2024 gestellt werden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Zuschusshöhe: 50 % des Kaufpreises, max. 300 € pro Anlage.
  • Vor dem 01.01.2024 in Betrieb genommene Anlagen können nicht gefördert werden, es gilt das Kaufdatum der Anlage.
  • Die Förderung muss schriftlich bis spätestens 30.10.2024 beantragt werden. Der Verwendungsnachweis muss spätestens am 30.11.2024 bei der Gemeinde Eching eingereicht werden.

Solaranlagen und Batteriespeicher

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • PV-Anlagen: 200 € je Kilowatt-Peak (kWp) Leistung der Anlage, max. 1.500 € je Gebäude
  • Batteriespeicher: 200 € je Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität des Batteriespeichers, max. 1.500 € je Gebäude
  • Balkonsolaranlagen / Steckersolargeräte: pauschal mit 200 €
  • PV-Anlage und Batteriespeicher können auch kombiniert werden, Antragssteller erhalten dann jeweils die Fördersumme.
  • Wichtig ist, dass die Anlange nicht vor dem 01.07.2022 in Betrieb genommen wird, um eine Förderung zu erhalten. Der Zeitpunkt des Inbetriebnahmeprotokolls ist maßgeblich.
  • Die Fördersummen/Zuschüsse können bei bewilligten Anträgen aufgrund der Haushaltplanung erst ab dem 01.01.2023 ausbezahlt werden

Weitere Details finden Sie in der Förderrichtlinie Solarstrom und auf folgender Webseite zu Balkonsolaranlagen

Kühlschranktauschaktion

Eching sucht den ältesten Kühlschrank

Wir suchen nach den drei ältesten Kühlschränken in der Gemeinde Eching, die mindestens 15 Jahre alt sind. Gewinner*innen sind die Personen im Gemeindegebiet, die das älteste Gerät besitzen, unabhängig davon, ob es ein Kühlschrank, eine Gefriertruhe oder eine Kühl-Gefrier-Kombination ist.

Entscheidend für die Bewertung des Alters ist das Herstellungsjahr. Werden mehrere Kühlschränke mit dem gleichen Alter eingereicht, entscheidet das Los über den Gewinner. Als Nachweis für das Alter können eine Betriebsanleitung oder ein Foto der Angaben auf dem Typenschild (Hersteller, Baujahr, Typ) eingereicht werden. Der Gewinner der Prämie für einen neuen Kühlschrank muss sein Altgerät ordnungsgemäß entsorgen.

Die Prämien sind:

  1. Platz: 500 € für ein A, B oder C Gerät
  2. Platz: 400 € für ein A, B oder C Gerät
  3. Platz: 300 € für ein A, B oder C Gerät

Weitere Infos finden Sie hier

Staatliche Förderprogramme

FördermittelCheck co2online

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online bietet eine kostenlose Datenbank zur schnellen Suche von aktuellen Förderprogrammen mit Hilfe des FördermittelCheck. Hier finden Sie mit Hilfe eines interaktiven und unkomplizierten Check das passende Förderprogramm für Ihr Vorhaben.

Förderdatenbank

Dies ist die Förderdatenbank des Bundes. Hier erhalten Sie einen Überblick über Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

BAFA-Förderprogramme

Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) unterstützt verschiedene Maßnahmen zum Einsatz von erneuerbaren Energien. Es werden Themen wie effiziente Gebäude mit umweltschonenden Heizungssystemen gefördert, sowie Kraft-Wärme-Kopplung oder Vor-Ort-Energiesparberatungen für Haus- und Wohnungseigentümer. BAFA - Förderprogramm im Überblick.

Förderungen der KfW

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet das umfangreichste Förderprogramm. Alle Sanierungsmaßnahmen, die das Haus zum KfW-Effizienzhaus machen, können für private Haus- und Wohnungseigentümer mit zinsgünstigen Krediten gefördert werden. Eine Förderung kann für Einzelmaßnahmen als auch für die Kombination von Einzelmaßnahmen beantragt werden. Die Zuwendung kann als zinsgünstiges Darlehen, Tilgungszuschuss oder direkt erfolgen. Eine Antragsstellung kann über alle Banken und Sparkassen abgewickelt werden. Die Förderungen gibt es für Neubau und Bestandsgebäude.

Hier gelangen Sie zur passenden KfW-Förderung.

Förderprogramme des Freistaat Bayerns

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie stellt umfangreiche Fördermöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen und Branchen bereit. Das umfasst zum Beispiel Themen wie die Nutzung erneuerbarer Energien, Maßnahmen zur Energieeinsparung oder eigenverantwortliche Umweltschutzinvestitionen.

Eine Hilfestellung bietet der Förderwegweiser auf der Seite des Staatsministeriums.

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Die Förderfibel Umweltschutz und Energie bietet Ihnen einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme im Umweltschutz von Bund, Land und der Europäischen Union. Sie können nach Kriterien filtern, die Suchfunktion nutzen oder sich eine Auswahl an Förderprogrammen nach gefragten Themen anzeigen lassen. Hier gelangen Sie zur Förderfibel Umweltschutz und Energie.

News

15.10.2026
Seismik: Erste Einmessungen finden jetzt in Eching statt

Seit dem 14. Oktober 2026 sind die ersten Fahrzeuge der Vermessungsbüros für die Einmessung der Punkte im Gemeindebereich Eching unterwegs. Nach dem Abschluss der Einmessungen werden die Vibrotrucks nach Eching kommen.

Die seismischen Messungen sind Teil des Forschungsprojekts GIGA-M unter Leitung der Technischen Universität München (TUM). Die Messungen sollen den tiefen Untergrund genauer erkunden und zeigen, ob sich Tiefengeothermie künftig nutzen lässt.

Mehr Informationen und weiterführende Link sowie Ansprechpartner für Fragen erfahren Sie im NEWS-Beitrag vom 25. September:
Mehr erfahren

09.10.2026
Gemeinderat informiert sich im Mallertshofer Holz

Der Heideflächenverein führt den Echinger Gemeinderat durch das Naturschutzgebiet und die Nationale Naturerbefläche Mallertshofer Holz. Wie kann ein durch militärische Nutzung entstandener hochwertiger Lebensraum langfristig erhalten und entwickelt werden? Welche Rolle spielt dabei eine den Zielen angepasste Waldpflege? Diese und weitere Fragen standen bei einer Führung des Heideflächenvereins Münchener Norden e. V. für den Gemeinderat Eching am 9. September im Mittelpunkt.

Neun Mitglieder des Gemeinderates sowie Bürgermeister Michael Steigerwald und die Umweltbeauftragte der Gemeinde, Martina Britz, nahmen an der zweistündigen Führung durch das Naturschutzgebiet und Nationale Naturerbe „Mallertshofer Holz mit Heiden“ teil. Sandra Semmler, Geschäftsführerin des Heideflächenvereins, und Christoph Becker, der beim Heideflächenverein für das Gebiet verantwortlich ist, erläuterten die Bedeutung des Gebiets, die Hintergründe und Geschichte des Nationalen Naturerbes sowie die aktuellen und geplanten Herstellungs-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.

433 Hektar wurden 2013 als Nationales Naturerbe anerkannt. Dieses umfasst Flächen innerhalb und außerhalb des Naturschutzgebietes. Die ehemaligen Militärflächen gingen dabei aus dem Eigentum der Bundesrepublik Deutschland in das Eigentum der Gemeinden Eching und Garching über. Mit der Betreuung und Bewirtschaftung dieser Flächen wurde der Heideflächenverein vertraglich beauftragt. 

Im Fliegerholz erläuterte Christoph Becker ausführlich die Ziele der Waldpflege und Waldentwicklung. Dabei geht es darum, die Strukturvielfalt des Waldes zu erhöhen und unterschiedliche Lebensräume zu schaffen. Zu den Hauptzielen gehören die Entwicklung artenreicher Grünlandbestände und eines artenreichen Unterwuchses, als auch die Aktivierung der Waldweide und die Entwicklung von Eichen-Hainbuchenwäldern. Davon profitieren viele seltene und gefährdete Arten. Ein Beispiel ist der vom Aussterben bedrohte Gelbringfalter, der auf lichte, grasreiche, wechselfeuchte Wälder angewiesen ist. 
Gerade angesichts des Klimawandels und zunehmender Extremwetter- ereignisse kommt einer vorausschauenden und zugleich behutsamen Waldentwicklung eine entscheidende Rolle zu. 

Neben den ökologischen Aspekten ging es auch um die Finanzierungsmöglichkeiten, die sich für die Gemeinde aus der Entwicklung der Flächen ergeben. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden wurde ein Ökokonto eingerichtet. Die dort angesammelten Wertpunkte können von der Gemeinde bei künftigem Kompensationsbedarf eingesetzt werden. Darüber hinaus besteht grundsätzlich die Möglichkeit, nicht benötigte Wertpunkte an andere Vorhabenträger zu veräußern.

Die Mitglieder des Gemeinderats nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und sich einen umfassenden Einblick in das Flächenmanagement, die Besonderheiten der Waldbewirtschaftung und die langfristige Entwicklung des Mallertshofer Holzes zu verschaffen.

01.10.2026
Ab 2027 Änderungen bei der Förderung von Solarstrom

Geplante Änderungen bei der Förderung von Solarstrom ab 2027. Wer über eine eigene Photovoltaikanlage nachdenkt, sollte die aktuellen Entwicklungen im Blick behalten. Ab 2027 sind Änderungen bei der Förderung von Solarstrom geplant, die die Wirtschaftlichkeit neuer Anlagen beeinflussen können. Wer noch in diesem Jahr eine Anlage in Betrieb nehmen möchte, sollte sich daher frühzeitig informieren. Für Haushalte stellt sich damit die Frage, ob und unter welchen Bedingungen sich eine Photovoltaikanlage auch künftig rechnet. Insbesondere der eigene Stromverbrauch dürfte dabei noch wichtiger werden: Je mehr des erzeugten Solarstroms direkt im Haushalt genutzt werden kann, desto weniger hängt die Wirtschaftlichkeit von der Vergütung für eingespeisten Strom ab.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale informiert in dem nachstehenden Link über die geplanten Änderungen und erläutert, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Planung einer Photovoltaikanlage jetzt achten sollten („PV-Anlagen: Neue Regeln und Ende der Förderung“): Hier geht es zum Link

Weitere Informationen und die Anmeldeoption für die nachstehenden kostenfreien Online-Vorträge befinden sich hier: https://bildung.verbraucherservice-bayern.de/ .
 

Sprechstunde: Immobilien übertragen und Pflichten kennen 
 
Wann: Dienstag, 13. Oktober 2026 von 18:30 – 20:00 Uhr

Ein Eigentümerwechsel ist mehr als ein formaler Akt: Wer eine Immobilie verkauft, verschenkt oder erbt, muss auch energetische Vorgaben beachten. Doch welche Regeln gelten konkret - und was wird in der Praxis häufig übersehen? In diesem kompakten Impulsvortrag erklärt Energieberater Wolfgang Kuchler verständlich, welche Anforderungen das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) bei der Übertragung von Immobilien stellt. Erläutert wird, welche Nachweise erforderlich sind und in welchen Fällen energetische Maßnahmen verpflichtend werden können.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen direkt an den Referenten zu richten. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten - unabhängig von Vorkenntnissen.


Smarte Technik für Zuhause - Energieverbrauch gezielt steuern

Wann: Dienstag, 20. Oktober 2026 von 19:00 – 20:30 Uhr

Digitale Smart Home, intelligente Stromzähler und dynamische Stromtarife eröffnen neue Möglichkeiten, Energie gezielt zu steuern, effizienter zu nutzen und Kosten zu senken. Doch welche Technologien sind bereits heute verfügbar – und wie lassen sie sich sinnvoll im Alltag einsetzen? Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick und zeigt, worauf bei der Nutzung digitaler Energielösungen zu achten ist. 

Im Anschluss beantwortet Energieberater Christian Winterhalter individuelle Fragen. Der Vortrag richtet sich insbesondere an Haus- und Wohnungseigentümer. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Sprechstunde: Eigener Strom vom Balkon: einfach erzeugen, speichern, nutzen

Wann: Donnerstag, 22. Oktober 2026 von 19:00 – 20:30 Uhr

Unabhängiger von steigenden Strompreisen werden und selbst Energie erzeugen: Für viele Bürgerinnen und Bürger ist das ein wichtiges Ziel.  Balkonkraftwerke bieten einen einfachen Einstieg - auch ohne eigenes Dach - ideal für Mieterinnen, Mieter und Wohnungseigentümer. Mit Kleinspeichern lässt sich der selbst erzeugte Solarstrom noch effizienter nutzen: Überschüsse vom Tag stehen auch abends oder bei schlechtem Wetter zur Verfügung. Energieberater Dipl.-Ing. (FH) Hans-Peter Schmitt erklärt in diesem Impulsvortrag, wie die Technik funktioniert, wann sich die Anschaffung lohnt und worauf geachtet werden sollte.

Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten - Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Fragen zum Thema Photovoltaik beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Kooperation mit dem VerbraucherService Bayern. Sie ist je nach Angebot kostenfrei oder kostenpflichtig. Die Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Terminvereinbarung unter Tel. 0800-809 802 400. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Foto: pixabay franz26-balcony-8141275